Online-Workshop „Bild- und Film- experimente mit KI“

Online-Workshop Bild- und Filmexperimente mit KI am 24. Februar 2026 im Rahmen von PROQUA

Kurzbeschreibung

Im Rahmen der PROQUA-Online-Reihe „KI im Einsatz – kreativ nutzen, kritisch prüfen“ habe ich am 24. Februar 2026 einen zweistündigen Online-Workshop (16–18 Uhr) durchgeführt.
48 Fachkräfte aus ganz Deutschland haben Bild- und Video-KI kreativ ausprobiert, Ergebnisse kritisch geprüft und konkrete Transferideen für Projekte mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen der kulturellen Jugendarbeit entwickelt.

Projektpartner und Förderung

Der Workshop fand im Rahmen von PROQUA – Programmbegleitende Qualitätsentwicklung im Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ statt.
PROQUA ist ein Projekt der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW e. V. und wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Projektort und Kontakt

Der Workshop fand online als Zoom-Konferenz statt.
Weitere Informationen, Präsentation und zusätzliches Handout werden über PROQUA veröffentlicht: www.proqua-kms.de
Kontakt PROQUA / Akademie der Kulturellen Bildung: Küppelstein 34, 42857 Remscheid · Tel. 02191 794-0 · info@proqua-kms.de

Ziele

Die Teilnehmenden sollten:

  • verstehen, wie Bild-KI grundsätzlich funktioniert (Wahrscheinlichkeitsprinzip)
  • typische Bildfehler erkennen und einordnen
  • visuelle Bias-Muster identifizieren
  • Bildwirkung gezielt über Prompt-Bausteine/Parameter steuern
  • rechtliche und ethische Risiken einschätzen (z. B. Transparenz, Deepfakes)
  • Video-KI realistisch einordnen (Chancen und Grenzen)
  • konkrete Transferideen für die Praxis mit Kindern und Jugendlichen entwickeln

Didaktischer Grundsatz: KI als Werkzeug – nicht als Ersatz kreativer Arbeit.

Herausforderungen im Workshop

Ein zentrales Thema war die Frage, wie KI-Tools in Bildungskontexten niedrigschwellig eingesetzt werden können. Besonders deutlich wurde der Bedarf an anmeldefreien bzw. datenschutzfreundlichen Lösungen – u. a. wegen institutioneller Vorgaben und Zugangsgerechtigkeit.

Durchführung

Der Workshop folgte einer klaren Dramaturgie: erst ausprobieren, dann verstehen, anschließend reflektieren und in die eigene Praxis übertragen.

  1. Wahrnehmung schärfen
    Einstieg über „Echt oder KI?“ und Analyse typischer Bildfehler (z. B. Hände, Logik, Licht, Details).
  2. Praktische Experimente
    Gemeinsames Prompt-Experiment „Ein Motiv – viele Bilder“ (Prompt: „Ein Jugendlicher steht allein auf einem leeren Platz.“). Zentrale Erkenntnis: KI erzeugt Varianten – kein einzelnes „richtiges“ Bild.
  3. Theorie & Erklärung
    Wie KI-Bilder entstehen (Training, Mustererkennung, Wahrscheinlichkeitsberechnung) – und warum Artefakte und Bias auftreten. Didaktischer Kern: KI „versteht“ keine Bedeutung, sie berechnet Wahrscheinlichkeiten.
  4. Steuerbarkeit lernen
    Arbeit mit Prompt-Bausteinen (Motiv, Kontext, Stil, Perspektive, Licht & Stimmung) und gezielter Variation, um Bildwirkung bewusst zu verändern.
  5. Produktionsrealität
    Poster-Experiment (Text + Bild): sichtbar wurden Schrift-/Layoutprobleme und Buchstaben-Artefakte. Kernbotschaft: Bild-KI „malt“ Text – sie setzt keinen echten Text. Praxisableitung: Text später selbst setzen oder mit Grafikprogrammen kombinieren.
  6. Tool- und Modellvergleich
    Vergleich unterschiedlicher Tools an einem Fantasie-Motiv. Erkenntnis: Toolwahl ist immer auch eine Projektentscheidung.
  7. Video-KI
    Live-Demo und Einordnung: beeindruckende Kurzclips, aber begrenzte Kontrolle, hoher Rechenaufwand und nicht spontan gruppentauglich.
  8. Transfer & Reflexion
    Abschlussimpuls im Chat: eine Einsatzidee, ein Risiko, eine persönliche Regel für den verantwortungsvollen KI-Einsatz.

Ergebnisse

  • 48 Teilnehmende bundesweit; gemischte Vorerfahrung, ca. ein Drittel ohne vorherige Nutzung eines Bild-KI-Tools.
  • Deutlich sichtbar: der Bedarf an niedrigschwelligen, anmeldefreien Tool-Setups ist keine Komfortfrage, sondern eine strukturelle Voraussetzung für Bildungsarbeit.
  • Hoher Reflexionsbedarf zu Urheberrecht, Persönlichkeitsrechten, Transparenz und Deepfakes.
  • Hohe Aktivität im Chat, viele Rückfragen und großes Interesse an Transfermöglichkeiten.

Feedback und Erfolg

Aus dem Workshopverlauf selbst wurde vor allem die Kombination aus Struktur, Praxisnähe und kritischer Einordnung sichtbar: Ich wurde als „strukturiert, praxisnah, kritisch reflektiert und realistisch“ wahrgenommen.

Besondere Highlights

  • Der Aha-Moment, der sich durch mehrere Übungen zog: „KI macht nicht ‚richtig‘ – sie macht wahrscheinlich.“
  • Das Poster-Experiment als „Realitätscheck“ für KI im Gestaltungsalltag (Text/Typografie als typische Stolperstelle).

Zitate und O-Töne

  • „Ich nehme vieles mit! Hat Spaß gemacht. Vielen Dank 😉“
  • „Vielen herzlichen Dank. Sehr spannend. Und ich habe definitiv Lust auf mehr.“
  • „Herzlichen Dank für die vielen interessanten, kreativen, fundierten und praktischen Anleitungen und Anregungen! Sehr guter Input für die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Tolles Format, um selbst so viel Neues zu lernen!“

Reflexion und Ausblick

Der Workshop hat gezeigt: KI ist zwar in der Bildungsdebatte angekommen, in der Praxis brauchen viele Fachkräfte weiterhin niedrigschwellige Einstiege – verbunden mit Orientierung zu Risiken und Verantwortlichkeiten.
Für künftige Durchgänge bieten sich an:

  • ein explizites Einsteigerformat als eigener Termin (noch mehr „hands-on“)
  • ein stärkerer Schwerpunkt „datenschutzfreundliche/anmeldefreie Tools“ als Qualitätsmerkmal
  • Vertiefungen zu Workflows (Bildgenerierung → Layout/Textsetzung → Veröffentlichung)

Interesse an ähnlichen Projekten

Ich freue mich über Anfragen für individuelle Workshops und Weiterbildungen rund um Bild- und Video-KI (kreativ, praxisnah und kritisch reflektiert).

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